Wer sind wir und was ist Schlafapnoe?

Organisation des BSD

Wir sind ein Zusammenschluss von selbständigen und ehrenamtlich tätigen SELBSTHILFEN zur Schlafapnoe in Deutschland als Bundesverband. Der Verband wird von 5 gewählten Präsiden ehrenamtlich geführt und von dem Sprecher nach außen vertreten.

Ziele
  Interessen der regionalen SH-Mitglieder überregional und bundesweit koordinieren und gebündelt nach außen wahrnehmen
  Erfahrungsaustausch bundesweit fördern
  Informationen zu neuen Erkenntnissen, Wissenswertes und Forschungsergebnissen bezüglich Schlafapnoe sammeln und verteilen.
  Interessen der SH gegenüber den Medizinerverbänden, den Therapieherstellern und den Institutionen vertreten
  Therapieprobleme sammeln und auf deren Lösung einzuwirken
  Versorgung durch die Spitzenverbände der Krankenkassen verbessern
  Öffentlichkeit überregionale stärker aufmerksam machen
  Neue SELBSTHILFEN aufbauen und fördern
  Schulungen der Aktiven in den SH aufzeigen


Was ist Schlafapnoe?

  • Betroffen hiervon sind Menschen die schnarchen. Dies sind etwa 10 % der Männer ab 40 Jahren, 2 % der Frauen meist nach - aber auch schon vor - der Menopause, aber auch Jüngere. Doch nicht alle Schnarcher leiden unter Schlafapnoe. Ganz sicher aber die starken, unregelmäßig Schnarchenden. Aber auch Nicht-Schnarcher können an der Schlafapnoe leiden!
  • Symptome wie Herzbeschwerden (bis Herzinfarkt!), hoher Blutdruck (bis Schlaganfall!), morgendlicher Kopfschmerz, unruhiger Schlaf, Konzentrationsschwäche, Einschlafneigung bei der Autofahrt und im Beruf (Sekundenschlaf !), unerklärliche Tagesmüdigkeit, sogar Harndrang mit Schlafunterbrechung und viele andere Beschwerden können die Ursache in der Schlafapnoe haben. Und davon kann abgeholfen werden!

die obstruktive Schlafapnoe

  • Sie bezieht sich auf die Schnarcher. Das Schnarchgeräusch entsteht durch hohe Luftgeschwindigkeit, wodurch Weichteile im Rachen beim Ein- und Ausatmen in Schwingungen geraten. Während des Schlafes sind Zunge und andere muskulöse Bestandteile des Rachens zeitweise völlig entspannt. Die Zunge rutscht tiefer in den Rachen, die verbleibende Rachenöffnung wird kleiner und kleiner, bis sie sich ganz schließt. Damit setzt das Schnarchen aus und der Atemstillstand - die Schlafapnoe - beginnt.

die zentrale Schlafapnoe

  • Hier ist es die ausbleibende Steuerung vom Gehirn, die den Atemstillstand verursacht. Das Schnarchen spielt hier keine bis kaum eine Rolle. Mit dem Ausfall des Atems beginnt die Schlafapnoe. Von dieser rein zentralen Schlafapnoe sind nur relativ wenige Mitmenschen betroffen.
  • Die Mehrzahl aller Betroffenen haben eine gemischte Form von obstruktiver und zentraler Schlafapnoe.
  • Atemstillstände von mehr als 10 Sekunden bis hin zu 2 und sogar 3 Minuten (!) wiederholen sich mehrfach während des Schlafes. Häufigkeiten von 100 - 500 Atemstillstände während der Nacht sind keine Seltenheit. Diese Menschen kommen nicht in den erholsamen Tiefschlaf, sie haben tagsüber immer ein verstärktes Schlafbedürfnis.
  • Das Gehirn bemerkt jeweils einen akuten Notstand und veranlaßt beim Schläfer eine Weckreaktion. Diese greift in die Schlafarchitektur ein und hebt den Schlaf kurzzeitig auf eine flachere Ebene an. Der Tiefschlaf kommt dadurch zu kurz. Die Weckreaktion verursacht, dass sich die Muskeln spannen, der Mensch bewegt oder dreht sich in eine andere Lageposition. Der Atemweg öffnet sich wieder. Der Vorgang wiederholt sich nun in der genannten Häufigkeit.
  • Betroffen sind besonders schwergewichtige Menschen, doch auch Schlanke sind davon nicht verschont. Das Übergewicht wirkt verstärkend.

Diagnostik und Therapie

  • Ambulante Vordiagnostik bei niedergelassenen Medizinern mit Kenntnissen zur Schlafmedizin. Diagnose ausschließlich im akkreditierten Schlaflabor durch Polysomnographie vorzugsweise durch Ärzte mit der Zusatzausbildung zum Somnologen.
  • Die pneumatische Schienung der Atemwege durch nCPAP-Geräte mit Luftzuführungsmaske über die Nase ist der Goldstandard der Therapie. Orale Hilfsmittel und chirurgische Eingriffe sind Mittel der Wahl, haben jedoch nicht die gleichen Erfolge nachzuweisen.

Bestehende Defizite

  • Manche Standard-Durchläufe der Patienten in den Schlaflabors mit z.T. (noch) nicht ausreichend ausgebildeten oder nicht gewissenhaft arbeitenden Medizinern bereiten einer Minderheit von uns Betroffenen einige Probleme. Es wird dabei u.a. zuwenig auf die individuellen Probleme oder Vorerkrankungen eingegangen. Hauptsächlich wird bei diesen Menschen über verbleibende Tagesmüdigkeit geklagt oder die Therapie ohne Angabe von Gründen abgebrochen. Es müßten Wege gesucht werden, die sowohl den Medizinern anspornen als auch besonders diese Patienten stärker durch erkennbare Erfolge oder Schulung zur besseren Annahme der Therapie motivieren zu können.

Der BSD bietet den SH:

  • Arbeitshilfen, wie aufbereitete Informationen im Detail, in Rundbriefen, in den sporadischen Mitgliedsinformationen und dem Internet, sowie in Gesprächen und durch Schriftwechsel. Auch wird für Seminare zur Festigung der Arbeitsmethodik und zur Fortbildung in der SH-Arbeit im Vorstand geworben.
   

Hans D. Weitermann, Essen


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