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Tagesmüdigkeit |
| Bundesverband Schlafapnoe Deutschland BSD e.V. -Verbund der Selbsthilfen- |
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| Tagesmüdigkeit und Schlafapnoe
Lesen Sie zuvor die Information „Was ist Schlafapnoe?" Dann sind Zusammenhänge leichter erkennbar.
Die lebensrettenden Weckimpulse, die unser Herrgott in unseren Körper eingebaut hat, um uns bei Atemstillstand im Schlaf (Schlafapnoe) vor zu langem Sauerstoffmangel im Schlaf zu schützen, haben ihren Preis. Ja, sie rufen bei uns Tagesmüdigkeit hervor wegen eines dadurch entstehenden Mangels an Tiefschlaf. Wie kommt das?
Es gibt vier definierte Schlaftiefen, Stufe 1 - 4 und die Sonderstufe den REM-Schlaf (rapid eye movement, schnelle Augenbewegungen), der sich an jede ca. 90 minütige Schlafperiode anschließt.
Mit dem Einschlafen sinkt der Mensch von Schlafstadium 1 nach 4, steigt nach einiger Zeit steil wieder auf nach 1 und beendet diese Schlafperiode mit dem REM-Schlaf. Dann beginnt es von neuem. Mindestens sind es drei - und das bei ganz wenigen Menschen -, meistens aber bis sechs solcher Perioden erlebt der Mensch pro Nacht. Gegen Morgen wird der Schlaf immer flacher, Stadium 3 + 4 wird nicht mehr erreicht.
Deshalb ist der erste Schlaf der beste, weil der tiefste. Nun gibt es aber Störungen, welche die Tiefschlafphase 3 u. 4 verhindern oder stark einschränken. Das sind die "lebensrettenden Weckreaktionen" (Arousals), von denen man meist nicht wirklich wach wird, aber im Schlafstadium in Richtung 1 bis - selten - wach angehoben wird. Manches Verlangen die Toilette aufsuchen zu wollen, kommt nur daher.
Nun muß man noch berücksichtigen, dass der Körper mit tiefer werdenden Schlaf seine Muskeln immer mehr entspannt, wobei die stärkste Entspannung im REM-Schlaf liegt. Die Weckreaktionen veranlassen aber einen Anstieg der Muskelspannung, um irgend eine Störung im Körper zu kompensieren. So ändert damit der Mensch durch diese Anspannung die augenblickliche Schlafposition und öffnet so beim Atemstillstand wieder den erschlafften, zusammengefallenen Schlund.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Mensch, der nicht genügend Tiefschlaf bekommt, fühlt sich nicht wirklich erholt. Folglich gewöhnt man sich an ein längeren Schlaf, weil man glaubt diesen zu brauchen, um ausgeschlafen zu sein. Doch die fehlende Schlaftiefe läßt sich nicht durch Schlafdauer kompensieren!
Wird die Ursache - hier die Schlafapnoe - beseitigt, wird auch die Tagesmüdigkeit wieder weichen.
Hans D. Weitermann, Essen |
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